THERAPIEANSATZ

Im Folgenden erkläre ich, wie ich Psychotherapie verstehe und welche Schwerpunkte ich bei meiner Arbeit setze. Die lösungsfokussierte Therapie sehe ich dabei als Haltung und Ausrichtung innerhalb des Selbstmanagementansatzes und der Verhaltenstherapie.

Ziel von Psychotherapie ist Veränderung

Im Zentrum psychotherapeutischen Handelns steht die Veränderung problematischer Erlebens- und Verhaltensweisen einer Person. Die Therapeutin als professionelle Helferin unterstützt den Veränderungsprozess und begleitet den Klienten auf seinem Weg zu einem eigenständigen und selbst bestimmten Umgang mit seinen Problemen.

Verhaltenstherapie ist eine Form von Psychotherapie, mittels derer Klientinnen mit verschiedensten Problemen (z.B. Ängsten, Phobien, Depressionen, Zwänge, Burnout,...) behandelt werden.
Kognitive Therapieansätze als relevante Bestandteile der Therapie fördern und fordern die Selbstreflexion des Klienten. Gefühle, Gedanken und Einstellungen, vergangene und aktuelle Ereignisse sind ebenso Inhalte wie offenes, beobachtbares Verhalten.
Der Mensch erscheint als reflexives und planendes Subjekt mit dem Wunsch nach selbständiger und positiver Gestaltung seines Lebens, ausgestattet mit der Fähigkeit, Ziele zu entwerfen und diese zu verwirklichen, aber auch dem Wunsch nach sozialen Beziehungen und einer befriedigenden Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen.

Selbstmanagementtherapie zeichnet sich durch die Betonung eines bestimmten Menschenbildes aus: der Mensch als potentiell selbst bestimmtes, komplexes Individuum, das eigene Ziele und Werte verfolgt. Der Ansatz betont bestimmte Strategien und Interventionen, die Selbstkontrolle und Handlungsfreiheit fördern.
Zentrale Bereiche sind die Gestaltung einer vertrauensvollen und stabilen therapeutischen Arbeitsbeziehung sowie die Förderung von Veränderungsmotivation vor dem Hintergrund individueller Ziele. Therapierelevante Probleme werden im Kontext aktueller aufrechterhaltender Bedingungen analysiert, um Ansatzpunkte für geeignete Interventionen zu finden. Nach Auswahl und Durchführung spezifischer Interventionen, werden diese vor dem Hintergrund der zuvor vereinbarten Ziele evaluiert. Sollten diese in der Evaluation als erreicht angesehen werden, können zum Therapieende hin Maßnahmen zum Transfer in den Alltag ergriffen werden.

Lösungsfokussierte Therapie geht von dem Standpunkt aus, dass es hilfreicher ist, sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen und Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung. Daher steht zu Beginn der Therapie der Entwurf von Zielen im Zentrum.

Literatur zum Thema:
(mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Kaimer)
Lösungsorientiert Zuerst! - Veröffentlichung von Dr. Peter Kaimer
Lösungsfokussierte Therapie - Veröffentlichung von Dr. Peter Kaimer