AUFWAND

Probatorische Sitzungen
In den ersten 5 Sitzungen stehen Bilden einer therapeutischen Arbeitsbeziehung, Rollenklärung, Zielfindung und Exploration von Problembereichen im Mittelpunkt. Danach entscheiden Therapeutin und Klient/in, ob und in welchem Umfang eine Therapie folgt.

Kurzzeittherapie
Die Kurzzeittherapie in der Verhaltenstherapie umfasst zusätzlich zu den 5 probatorischen Sitzungen 25 Sitzungen á 50 Minuten und ist für viele Problembereiche ausreichend.

Langzeittherapie
Die 45 Sitzungen umfassende Langzeittherapie kann dann sinnvoll sein, wenn die Problembereiche besonders schwierig sind oder bereits eine Chronifizierung der Störung entstanden ist. Gegebenenfalls kann nochmals um 20 Sitzungen verlängert werden.

Frequenz der Sitzungen
Zu Beginn der Therapie ist ein wöchentliches Treffen sinnvoll. Gegen Ende können Sitzungsabstände von zwei bis drei Wochen vereinbart werden, um den Alltagstransfer zu begünstigen.

Kosten
Ich bin berechtigt, in Rahmen des sog. Erstattungsverfahrens mit gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen. Für Selbstzahler kostet die 50-minütige Sitzung 80€ und wird am Ende des Kalendermonats in Rechnung gestellt.

Erstattungsverfahren
Vom Gesetz her müssten für gesetzlich Versicherte ausreichend Therapieplätze vorhanden sein. Tatsächlich ist es aber so, dass der Bedarf an Psychotherapie viel höher ist als die zur Verfügung stehenden Therapieplätze. Um ihren Versicherten eine notwendige Behandlung nicht vorzuenthalten, akzeptieren viele Gesetzliche Krankenkassen eine Behandlung in einer Privatpraxis im Rahmen des sog. Erstattungsverfahrens.

Das Erstattungsverfahren ist an ein bestimmtes Vorgehen gebunden.
  1. Teilen Sie Ihrer Krankenkasse mit, dass Sie eine Psychotherapie aufnehmen möchten und bitten Sie ihre Krankenkasse, Ihnen Psychotherapeuten zu nennen, die für Ihr Krankheitsbild eine Behandlung anbieten.

  2. Sie müssen jetzt dokumentieren, dass die genannten Therapeuten Ihnen innerhalb einer zumutbaren Zeit (die Zeitspanne ist nicht definiert, ca. 6 Wochen bis 3 Monate) keinen Therapieplatz für die Behandlung anbieten können. Wenn Ihnen keine Therapeuten genannt wurden, müssen Sie bei mindestens 5 Therapeuten nachfragen und dokumentieren, dass die Ihnen keine Behandlung anbieten können. "Dokumentieren" heißt, Sie schreiben sich auf, wann Sie welchen Therapeuten angerufen haben.

  3. Sie reichen die Dokumentation bei Ihrer Krankenkasse ein, zusammen mit einer Notwendigkeitsbescheinigung zur Psychotherapie von einem Arzt (Hausarzt oder Psychiater) sowie mit dem Hinweis, dass Sie bei einem approbierten Psychotherapeuten die Möglichkeit zu einer Behandlung nach dem Erstattungsverfahren haben.